Unsere Geschichte

Vereinschronik von 1955-2005

Am 13. März 1955 trafen sich im Gasthaus Port in Dudweiler Bergleute, die der Bauinteressengemeinschaft Pfaffenkopf angehörten, um eine Vereinigung zu gründen, die der Unterhaltung, der Freude und Entspannung als Gegenpol zu ihrer harten Arbeit dienen sollte. Unter der Versammlungsleitung von Alwin Martin wurde der „Unterhaltungsclub Glück Auf " aus der taufe gehoben, Vorgänger der heutigen Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf. Als Gründungsmitglieder wurden Alwin Martin, Berthold Neisius, Friedrich Thullsen, Fritz Haas, Peter Klosen, Karl Lux und Karl Reichelt amtlich eingetragen. Der erste Vorstand des Unterhaltungsclubs Glück Auf setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Alwin Martin

2. Vorsitzender: Berthold Neisius

Schriftführer: Erwin Meyer

Kassierer: Karl Lux

Unterhaltungsleiter: Ludwig Sefrin

Gerätewart: Fritz Sieg

1. Beisitzer: Peter Klosen

2. Beisitzer: Rudolf Fritz

Bereits im Gründungsjahr wurde eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt, die teilweise noch heute zum festen Programm der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf gehören, eine Maifeier am 1.Mai, ein Oktoberball am 30.Oktober, ein Tanzabend im November und eine Weihnachtsfeier am 11.Dezember.

Das Jahr 1956 ist das Gründungsjahr der heutigen Sparte Karneval der ersten Kappensitzungen und ein Maskenball veranstaltet. In den nun folgenden Vereinsjahren widmete sich der junge Verein immer mehr der Aufgabe, das kulturelle Leben in Dudweiler zu bereichern. Die Mitgliederzahl stieg kontinuierlich und der Wirkungsbereich beschränkte sich längst schon nicht mehr nur auf den Pfaffenkopf. So erfolgte konsequenterweise in der Generalversammlung des Unterhaltungsclubs Glück Auf im Jahre 1962 die Umbenennung in „Kulturgemeinschaft 1955 Dudweiler-Pfaffenkopf“.

Im Jahre 1964 übernahm Philipp Morsing das Amt des Vereinsvorsitzenden. Durch sein Engagement und durch den Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit - seine imposante Erscheinung und sein Auftreten brachten ihm schnell den Beinamen „Bürgermeister vom Pfaffenkopf“ ein - nahm der Verein einen imposanten Aufschwung, der sich nicht zuletzt auch in der Gründung eines Fanfarenzuges im Jahr 1968, aus dem der heute selbstständige Musikzug 1968 Dudweiler hervorging, dokumentierte. Philipp Morsing legte den Grundstein für den Bekanntheitsgrad des traditionellen Waldfestes der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf, das sich als großes Musikfest einen Namen über die Grenzen von Dudweiler hinaus gemacht hat. Das Waldfest hat sich gewandelt, es ist jedoch bis heute in Glanzpunkt im Reigen der Dudweiler Veranstaltungen geblieben.

Im Jahr 1981 übergab Philipp Morsing sein Amt als 1.Vorsitzender der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf an Karl-Heinz Bender, der sich als vornehmliche Aufgabe das Ziel gesetzt hatte, die Idee eines eigenen Vereinshauses für die Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf zu verwirklichen. Im September 1981 wurde das Baugrundstück für das Vereinshaus erworben. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Jahres 1982 wurde ein Bau- Finanzausschuss gewählt, dem die Vereinsmitglieder Anneliese Karwel, Richard Schwiatowski, Günter Scheid, Jürgen Reichelt, Philipp Morsing, Karl-Heinz Bender, die Ehrensenatoren Berthold Neisius, Willi Dietrich und Erich Herber sowie als Bau-und Finanzexperten Karl-Heinz Geibig und Theo Naumann angehörten. Armin Ettelbrück als Architekt und Bauleiter sowie Prof. Manfred Klee als Statiker wurden mit der Umsetzung des Baus eines eigenen Vereinshauses beauftragt.

Am 17.März 1983 konnte Philipp Morsing den symbolischen 1. Spatenstich durchführen, im Juli 1983 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits im Juni 1984 konnte die offizielle Einweihung gefeiert werden. Zahlreiche Helfer hatten in unermüdlicher Arbeit dazu beigetragen, dieses große Ziel Wirklichkeit werden zu lassen. Das eigene Vereinshaus war in der Folge Basis für einen kontinuierlichen Aufschwung im Vereinsleben der Kulturgemeinschaft.

So würde im November 1984, initiiert von Marlene Pitz, eine Frauengruppe als neue Sparte gegründet, die lange Jahre wesentlich Impulse für die Aktivitäten des Vereins gesetzt hat.

Seit 1985 hat auch die Sparte Karneval im Vereinshaus ihre Heimat gefunden. Der Saal als Veranstaltungsort der Karnevalssitzungen sowie die weiteren Räumlichkeiten, die den Akteuren Raum für ganzjährig durchgeführten Proben bieten, waren Voraussetzung dafür, dass heute diese Sparte mit ihren Büttenrednern, den Garden, den Tanzmariechen, der Showtanzgruppe, der Showgruppe, dem Männerballett, dem Elferrat und den Gesangsgruppen sowie den zahlreichen Helfern in der Organisation ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Dudweiler Faasenacht ist. Den karnevalistischen Aktivitäten der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf drückten eine Reihe von Persönlichkeiten in der Funktion als Elferratspräsident, gestützt auf eine Vielzahl, über die Grenzen unseres Heimatortes bekannte Akteure, ihren Stempel auf. Peter Klosen (1956-1961), Ludwig Sefrin (1961-1972), Karl-Heinz Bender (1972-1974 und 1981-1983), Horst Grässer (1972), Walter Kühn (1974-1976), Josef Butz (1977), Robert Velten (1983-1986), Achim Pitz (1986-1993), Manfred Nickels (1993-2001), Thomas Rink (2001-2009) und seit 2009 Dieter Hartkorn, schwangen bisher das närrische Zeptar. In dieser Zeit hatte die Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf 6 mal die Ehre, das Dudweiler Kinderprinzenpaar zu stellen.

Die Prinzenpaare Frank Grässer/Regina Rössler (1972), Thomas Butz/Kühn (1977), Wolfgang Huhn/Martina Meisberger (1985), Sven Renner/Sabrina Haller (1990), Andreas Müller/Nathalie Müller (1995), Tristan Bosshammer/Julia Nickels (2000), Tobias Kett/Lisa Weisdörfer (2005) und René Dissieux/Lara Marie Fink 2010 zeugten vom regen Vereinsleben im karnevalistischen Bereich.

Kontinuität und erfolgreiches Wirken für den Verein und seine Mitglieder zeichnet auch die Reihe der Vereinsvorsitzenden aus, von denen Alwin Martin, Philipp Morsing und Karl-Heinz Bender bereits genannt wurden. Nachdem Karl-Heinz Bender mit der Verwirklichung des bereits unter seinem Vorgänger Philipp Morsing geborenen Idee vom eigenen Vereinshaus ein Denkmal in der Vereinsgeschichte gesetzt hatte, übergab er im Jahre 1991 die Geschicke des Vereins in die Hände von Günter Montag, bis dahin Ehrensenator des Vereins, der bis zum Jahre 1999 als 1. Vorsitzender in der Tradition seiner Vorgänger die Ideale der Gründerväter der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf bewahrte und das Renommee des Vereins kontinuierlich mehrte. Eine besonnene Vereinspolitik, insbesondere im finanziellen Bereich, legte die Grundlage dafür, dass die Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf aktiv und wirtschaftlich gesund 2005 ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum feiern konnte.

Im Jahr 1999 konnte Günter Montag mit Thomas Rink einen eingefleischten Karnevalisten und unermüdlichen Helfer in der Organisation der Aktivitäten des Vereins für seine Nachfolge als 1. Vorsitzender gewinnen. Neue Ideen und zeitgemäßes Vereinsmanagement haben unter seiner Führung dazu geführt, dass die Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf auch im Jahr 2007, in ihrem 53. Vereinsjahr, jung und aktiv ein prägender Bestandteil des kulturellen Lebens geblieben ist und vor allem mit ihrer karnevalistischen Sparte insbesondere in der Jugendarbeit wertvolle Impulse setzen kann. Dabei konnten alle Vereinsvorsitzenden stets auf engagierte Vorstandsmitglieder bauen und vertrauen, die in ihren jeweiligen Funktion Garanten für den Bestand des Vereins waren. (Manfred Nickels/ Günther Montag)